| Bautafel | |
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| Projekt | Mehrfamilienhaus Hohenstaufenstraße 64, Berlin |
| Bauherr | privater Bauherr |
| Holzbau | André Biedermann, Berlin |
| Holzfaserdämmung | GUTEX Durio |
| Fertigstellung | 2019 |
| Fotos | Jens Schumann |
Das holzfaserbasierte Fassadendämmsystem Durio von GUTEX ist aufgrund seiner bauphysikalischen Eigenschaften für Bestandsgebäude wie diesem besonders geeignet. Die unebene, kriegsbeschädigte Fassade ließ sich durch den Aufbau einer tragenden Holzkonstruktion, beplankt mit GUTEX Durio Thermowall Holzfaserdämmplatten optimal ausgleichen.
Dafür wurden die alten Faserzementplatten zunächst demontiert und im Anschluss das Holzständerwerk mithilfe der Durio Winkel an der Außenwand fixiert. Diese Unterkonstruktion dient der Befestigung der 70 Millimeter dicken Dämmstoffplatten. Der entstandene Hohlraum von 120 Millimetern zwischen Außenwand und Dämmstoffplatten wurde anschließend mit der Holzfaser-Einblasdämmung GUTEX Thermofibre für eine dauerhaft hohe Dämmleistung lückenlos ausgefüllt. Zum Abschluss wurden die GUTEX Thermowall Durio Dämmplatten in einem hellen Blau-Grauton verputzt.
Im Vordergrund der Sanierung der Hohenstaufenstraße 64 stand die Demontage der veralteten und schädlichen Asbestfassade und die Errichtung einer leistungsstarken Gebäudehülle, die im Wandbereich ein Höchstmaß an Wärme-, Hitze- und Schallschutz bietet. Dank der diffusionsoffenen Struktur ermöglicht das Gutex Durio Dämmsystem ein hohes Feuchteabgabevermögen der Wandkonstruktion nach außen. Die deutlich verbesserte Dämmleistung des Bauteils ermöglicht über die hohen Oberflächentemperaturen auf der Innenseite der Wandkonstruktion ein behagliches Wohnklima im ganzen Haus. Gleichzeitig reduziert sichpotentiell für die Bewohner durch die effiziente Dämmung auch der Energieverbrauch.
Das hohe Raumgewicht, die offene Faserstruktur der Dämmung sowie die aufeinander abgestimmten Systemschichten sorgen darüber hinaus auch für eine hervorragende Schalldämmung, die an einer stark frequentierten Straße wie dieser von großem Vorteil ist. Zusätzlich bietet die Holzfaserdämmung hervorragende Dämmwerten und schalldämmenden Eigenschaften. Das Unternehmen Gutex setzt auf regionales Holz aus Süddeutschland, nahegelegenen französischen Wäldern und aus der Schweiz und verwendet zu 70 Prozent Holz aus PEFC-zertifizierten Wäldern. Holz als biogener Rohstoff brennt – das ist unbestreitbar. Doch entgegen weit verbreiteter Vorstellungen kann man Holzfaser-Dämmstoffe so entwickeln, dass sie ein sehr sicheres Brandverhalten aufweisen. Wichtig ist dabei unter anderem, wie der Dämmstoff verbaut wird.
„Für das Mehrfamilienhaus in der Hohenstaufenstraße 64 haben wir neben Glimmriegeln auch Brandüberschlagsflächen verwendet“, erklärt der Planer und Holzverarbeiter André Biedermann. Bei einem Hochbau im Bestand sind die Brandschutzanforderungen streng, auch wenn der Dämmstoff als normal entflammbar eingestuft wird. GUTEX Holzfaserdämmstoffe eignen sich problemlos für geprüfte Konstruktionen bis zur Feuerwiderstandsklasse F90-B bzw. REI 90. Für noch mehr Sicherheit hat GUTEX die schwer entflammbare, nicht glimmende Holzfaserdämmplatte GUTEX Pyroresist auf den Markt gebracht, die vor allem im mehrgeschossigen Holzbau die hohen Anforderungen an den Brandschutz erfüllt.
Die Sanierung von bestehenden Gebäuden ist ein wichtiger Bestandteil des Bauens: Auf diese Weise konnte der Erhalt des Gebäudes nicht nur gesichert und der Einsatz von Rohstoffen minimiert werden. Auch die ausgezeichneten energie- und schalldämmenden Eigenschaften des Gutex Holzfaserdämmstoffes erfüllen optimal die heutigen Nutzungsanforderungen. Die gelungene Fassadensanierung der Hohenstaufenstraße 64 hat aus dem gesichtslosen Altbau ein modernes Gebäude entstehen lassen und zur Steigerung des Wohnwertes und Verbesserung der Wohnzufriedenheit der Bewohner beigetragen.